VEREIN GEDENKSTÄTTE KZ ENGERHAFE E.V.

 

 
  
     Das historische Pfarrhaus

Vom Massengrab zum Gräberfeld

Zum Gedenken des 72. Jahrestages der Errichtung des Konzentrationslagers Engerhafe, Kommando Aurich-Neuengamme am 21.10.1944.

Am 21. und 22. Oktober 2016 fand die diesjährige  Gedenkveranstaltung statt.


Neuer Grabstein - Aquarell - Herbert Müller, Collage 2016

In der Gedenkveranstaltung in diesem Jahr wurde in besonders eindrucksvoller Weise an die 188 Opfer erinnert und die Grabanlage feierlich eingeweiht. Die Schirmherrschaft übernahm Landessuperintendent Dr. Detlef Klahr, Regionalbischof für den Evangelisch-Lutherischen Sprengel Ostfriesland-Ems. Dr. Klahr konnte persönlich nicht an der Gedenkveranstaltung teilnehmen. Er wurde durch die Pressesprecherin des Sprengel, Pastorin Dr. Hannegreth Grundmann vertreten.

Begrüßt wurden die über 200 Gäste der Veranstaltung durch den 1. Vorsitzenden des Vereins, Ulrich Kohlhoff.


Foto: Günther Lübbers

zum Text der Rede von Ulrich Kohlhoff ...

zur Tonaufzeichnung der Gedenkfeier, Audio-mp3-Datei ...

 

Frau Dr. Grundmann überbrachte die Grußworte von Dr. Klahr. Später weihte sie das neu gestaltete Gräberfeld auf dem Friedhof kirchlich ein.


Foto: Günther Lübbers

zum Text der Rede von Frau Dr. Grundmann ...

Einen Überblick über die Gestaltung der Grabanlage seit 1944 bis heute gaben in einem Vortrag Gerd Lücken und Herbert Müller.


Foto: Günther Lübbers

zum Text des Vortrags von Gerd Lüken und Herbert Müller ...

In der Johannes der Täufer Kirche wurde der Opfer auch in diesem Jahr durch Verlesen ihrer Namen und Anzünden einer Kerze gedacht. Die Namen wurden von Schüler der IGS Marienhafe-Moorhusen und des Internatsgymnasiums Esens sowie Konfirmanden der Kirchengemeinde Engerhafe vorgelesen. Musikalisch begleitete der Gitarrenchor Engerhafe das Gedenken.

Fotos: Günther Lübbers


Die Kerzen stellten Gäste der Gedenkfeiern anschließend auf den Grabsteinen der Opfer ab
.


Foto: Günther Lübbers


An der Gedenkveranstaltung nahmen in diesem Jahr 40 Angehörige der Opfer Teil. Sie reisten aus Lettland, den Niederlanden und Slowenien an und konnten zum ersten Mal einen Grabstein mit dem Namen ihres Verwandten an der Stelle aufsuchen, an der er begraben liegt.

Vor dem im Jahr 1990 errichteten Gedenktafeln pflanzten Zdenka Skocir, ( Enkelin von Franc Sovdat,Slowenien) Illuta Larsena ( Enkelin von Karlis Helfers, Lettland ) und Tiede van der Weij ( Sohn von Pieter van der Weij, Niederlande) drei weiße Rosenstöcke der Sorte Eirene.

Mit einer bewegenden Ansprache beschrieb Marleen Boon van der Weij, Enkelin von Pieter van der Weij, auf niederländisch ihre erste Begegnung mit der Gedenkstätte vor einigen Jahren. Ihre Mutter Nynke van der Weij übersetzte ihre Worte.

v.L: Zdenka Skocir, Prof. Georg Koschnik, Illuta Larsena, Tiede van der Weij, Dr. Hannegreth Grundmann, Ulrich Kohlhoff, Marleen Boon van der Weij, Nynke van der Weij - Foto: Günther Lübbers

zum Text der Ansprache von Marleen Boon van der Weij ...


Die kirchliche Weihe des neu entstandenen Gräberfeldes erfolgte durch Pastorin Dr. Grundmann.


Foto: Günther Lübbers

zum Text der Ansprache von Frau Dr. Grundmann ...

Für den größten Teil der Gäste endete der erste Teil der Gedenkfeier mit einem gemeinsamen Teetrinken im Gulfhof Ihnen. Die Angehörigen, die zum größten Teil im Europahaus in Aurich übernachteten, trafen dort zu einem gemeinsamen Abend mit Mitgliedern des Vereins zusammen.

Am Sonntag begaben sich etwa 60 Personen auf den Weg vom ehemaligen Güterschuppen in Aurich zum Panzergrabenmahnmal für die Opfer im Sandhorster Forst.


Foto: Günther Lübbers

Mit dem Gang zogen sie den Weg der Gefangenen des KZ Engerhafe nach, die diese jeden Morgen gehen mussten. Am Panzergrabenmahnmal erinnerte der ehemalige 1. Vorsitzende des Vereins, Carl Osterwald an die Geschehnisse und Opfer des KZ.


Foto: Günther Lübbers

zum Text der Rede von Carl Osterwald ...

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Verein Gedenkstätte KZ-Engerhafe e.V. - Kirchwyk 5 - 26624 Engerhafe