VEREIN GEDENKSTÄTTE KZ ENGERHAFE E.V.

 

 
  
     Das historische Pfarrhaus

Kein Nachdenken ohne Erinnerung

I. Kurze Erinnerung an die Vergesslichkeit gegenüber der NS- Zeit

Es hat lange gedauert, bis man in der alten Bundesrepublik ( in der DDR lag es anders, aber nicht nachhaltig besser) begriffen hatte, dass man die Zeit des Nationalsozialismus mit seinen deutschen Allmachtsphantasien, den dämlichen Rassetheorien, den verheerenden Kriegstreibereien, den in deutscher Verantwortung begangenen Verbrechen in ganz Europa, den Vernichtungsakten gegenüber den Juden, Sinti und Roma, den Unmenschlichkeiten gegenüber Kriegs- Gefangenen, Zwangsarbeiterinnen und KZ- Häftlingen sowie politischen Gegnern usw. nicht einfach mit Vergessen übergehen konnte.

Versucht worden ist es lange.

Denn es waren ja vielfach junge Männer, die vor allem im Alter zwischen 20 und 45 Jahren als direkte und indirekte Täter in Erscheinung getreten waren. Die Teilnehmer der sogenannten Wannsee-Konferenz z. B. ( von der in den letzten Wochen ausführlich berichtet worden ist), auf der die möglichst geräuschlose Vernichtung der europäischen Juden beschlossen wurde, war von Männern dieses Alters und mit akademischer Ausbildung bestimmt.

Diese Jahrgänge waren nach dem Krieg noch lange in der Gesellschaft tätig, bevölkerten Schulen, Gerichte, Hochschulen, Verwaltungen und in der Wirtschaft einflussreiche Stellungen. Unter Einschluss desog. Volkssturmes waren mehr als 18 Millionen deutscher Männer unter Waffen. Jede Familie war bewusst oder wider Willen an das Regime gebunden. Von ihnen ging ein Druck des Schweigens und Verschweigens, des Abstreitens und Verdrängens aus. Die Gründe waren vielfältig, sie reichten von Scham bis Interesse, Furcht bis Unbelehrbarkeit.

Die Millionen, die als Mitläufer und Begünstigte ahnten, dass ihre Gleichgültigkeit mit zu dem Desaster beigetragen hat, stimmten in die Melodie des Vergessens ein und fanden es bis in die 80er Jahre richtig, dass nun endlich Schluss sein müsse mit der dauernden Wiederholung der Gräuelgeschichten.

Auf dem rechten Rand leugneten die alten und neuen Nazis die Morde an den Juden ( sog. "Auschwitzlüge"), konservative Historiker und Publizisten versuchten den Angriff auf Polen und die Sowjetunion als Präventivkrieg umzudeuten.

Der sonst bedeutende Schriftsteller Martin Walser sprach unter dem Beifall seiner Zuhörerschaft anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des deutschen Buchhandels in der Frankfurter Paulskirche im Oktober 1998 von der "Moralkeule Auschwitz", der man sich endlich entledigen müsste. Als fast einziger blieb der damalige Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Ignaz Bubis, sitzen und applaudierte nicht.

Die populärste Formel war die immer wiederholte Behauptung, man habe von nichts gewusst. Vor allem die Verbrechen in den KZ seien unbekannt gewesen.

Und noch 1997 hat die sog. Wehrmachtsausstellung zu vehementen Protesten geführt, weil dokumentiert wurde, dass die bis dahin weitgehend als sauber verstandene Wehrmacht in massive Kriegsverbrechen verstrickt war. Man schätzt, dass es immerhin bis zu 800 000 von 13 Millionen Soldaten gab, die in Kriegsverbrechen verwickelt waren.

Deutsche Generale hatten es nach dem Kriege verstanden, der Regierung Adenauer die Zusage abzuhandeln, dass sie als unbescholten ihre militärische Fachkompetenz in die Bundeswehr einbringen konnten. Der Kalte Krieg rechtfertigte das Schweigen über die Vergangenheit. Dieses Bild hatte sich lange gehalten.

Erst mit dem Eichmann- Prozess in Jerusalem und den sog. Auschwitzprozessen in den 60er Jahren begann sich das Interesse und die Wahrnehmung zu wandeln. Die nach dem Krieg groß gewordene Generation fragte danach, was ihre Väter in der Nazi- Zeit gemacht hatten und wie sie das Geschehen einordneten.

Im ganz normalen Generationenkonflikt versteckte sich das Monster der unaufgearbeiteten Vergangenheit.

An den Hochschulen und in den Erwachsenenbildungseinrichtungen begannen die Forscherinnen und Forscher sich dieser Zeit zuzuwenden. Die neue Generation von Professoren machte auch dies einfacher.

Und seit den 70er Jahren ist die Aufklärung in den Schulen, Hochschulen, EB- Einrichtungen, den Zeitungen und dem Fernsehen immer besser geworden. Den medialen Hauptanteil am wirklichen Durchbruch im öffentlichen Bewusstsein hat der amerikanischen Holocaust- Film im Jahre 1979 gebracht. Bis dahin gab es diesen althebräischen Begriff in unserem Sprachgebrauch gar nicht.

Er bewirkte die Durchsetzung der Überzeugung in der alten Bundesrepublik, dass der deutsche Versuch der industriellen Vernichtung der Juden und Sinti und Roma ein historisch einzigartiger Vorgang war.

Völkermord hat es immer wieder gegeben. Diese Art aber des systematische organisierten Völkermordes ohne Rücksicht war bis dahin unbekannt. Und dass ein Volk, das sich gern als Volk der Dichter und Denker feiern lässt, dies nicht verhindern konnte, scheint vielen bis heute ein Rätsel.

In dieser Zeit begannen auch auf der regionalen Ebene viele Gewerkschafter Kirchengemeinden, Jugendgruppen und Schulen nach den tatsächlichen Geschehnissen ihrer Heimat in der NS- Zeit zu fragen und sich zu engagieren.

Das war auch in Ostfriesland so.


II. Ein paar allgemeine Überlegungen über den Zusammenhang von Nachdenken und Erinnern im Zusammenhang mit Engerhafe

A) Persönliches Nachdenken und Erinnern

Carl Osterwald hat vorhin eine eindrucksvolle Rede gehalten. Man weiß ja inzwischen viel über die Umstände, die Verhältnisse und die Aufarbeitung des KZ in Engerhafe. Die Bücher von Elke Suhr, Martin Wilken und viele regionale Berichterstattung kennen Sie alle besser als ich. Und die Vorläufer desVereins, der diese Veranstaltung organisiert hat, datiert aus dem Anfang der 80er Jahre.

Die Rede hatte aber auch etwas Besonderes. Sie lebte von der beklemmenden Frage, wie man es denn eigentlich verstehen könne, dass die Häftlinge, sichtbar abgemergelt, totgeweiht, verdreckt und stinkend, ohne Hilfe der Bevölkerung bleiben konnten. Wieso gab es keinen Protest?

Und Carl Osterwald versucht, sich die damalige Situation der Bevölkerung vorzustellen, nicht entschuldigend, aber erklärend. Fünf Jahre nach Kriegsbeginn, überall Krieg, in fast jeder Familie tote gefallene Soldaten, ausgebombte und fliehende Verwandte, Flüchtlinge in den Dörfern, allgegenwärtige Denunziation, Angst vor eigenen Repressalien.

Es war eine Situation, wie sie nicht nur in Ostfriesland, sondern in ganz Deutschland vorhanden war.

Die Häftlinge in dem schlimmen Lager mitten im Dorf waren Fremde, gegen die man dort auch in normalen friedlichen Zeiten eine gehörige Skepsis hatte. Sollte man sich um derentwillen mit den rabiaten SS- Leuten anlegen?

Man kann davon ausgehen, dass den meisten Menschen in Aurich und Umgebung unbehaglich war und sie froh gewesen wären, wenn dieses Lager nicht bei ihnen gewesen wäre. Und vielleicht ahnte man auch schon- außer bei den überzeugten Nazis- , dass dies früher oder später Unglück bringen könnte. Aber sich engagieren? Auch noch mit Gefahren?

Es bleibt eine ungemütliche Situation, für deren Ursachen man sich selbstverständlich nicht verantwortlich fühlte, aber an die man später am Liebsten nicht mehr dachte.

Man hätte über die versteckte Scham, die unterdrückten Hilfeimpulse, die unbedachten Vorurteile, die tieferen Ursachen, die feige Angst nachdenken und sprechen müssen.

Das hätte auch nach dem Krieg wehgetan. Also ließ man es lieber und vergab die Chance der Besinnung, der Einkehr und des politischen Lernens aus historischer Erfahrung.

Denn es handelt sich hier um eine ganz komplizierte Haltung.

Das elementare Mitleid mit den Geschundenen ist bei halbwegs nüchterner Betrachtung nicht zu verdrängen. Auch der vermeintliche militärische Zweck des Aushubs eines Panzergrabens ( wie sinnvoll dieser Gedanke überhaupt war, will ich hier nicht diskutieren) rechtfertigte nicht die viehische, auf Vernichtung ausgerichtete Behandlung der Häftlinge vor aller Augen.

Die bewusste oder unbewusste Entscheidung, daran nicht mehr erinnert werden zu wollen, war auch eine Entscheidung, die Namen dieser Menschen nie kennenlernen, deren Herkunft nicht ergründen und deren Würde nicht wiederherstellen zu wollen.

Nicht erinnern zu wollen ist daher ein Vergehen gegen sich selbst, weil man die Erinnerungsvernichtung gegen die Fremden nur erringen kann, wenn man die eigenen ethischen Maßstäbe, nach denen man sonst leben möchte, unterdrückt und sich eingestehen muss, sie zeitweise und für diese Menschen nicht gelten lassen zu wollen.

Es bleibt die ungemütliche Frage an einen selbst, wie streng man die Überzeugung, andere Menschen nicht zu demütigen, nicht zu quälen und nicht zu töten ( oder zu lassen) aktiv lebt und dazu auch öffentlich zu stehen, aus ethischen oder/ und religiösen Motiven.

Wer andere nicht achtet, achtet auch sich selbst nicht, und darf sich nicht wundern, wenn er selbst so behandelt wird.

Dies ist der Sinn des ersten Satzes unseres Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar".

Der Akt des Erinnerns an diese Monate im Herbst und Winter 1944/45 ist daher ein moralischer Akt der Wiederherstellung der Würde der Getöteten und Geschändeten. Und die Nennung der Namen der Toten ist ein Akt der Anerkennung und beinhaltet auch die Bitte um Vergebung. Das ist schon seit der Entscheidung so, auf dem Denkmal in Engerhafe die Namen der Toten festzuhalten. Allen Beteiligten ist daher auf Dauer zu danken, dass sie dies gemacht haben und immer wieder tun, am Denkmal, in Veranstaltungen, in Gebeten.

Aber dieser Aspekt ist unvollkommen. Er würde im folgenlosen Raisonnement bleiben, wenn er nicht versuchte, die historischen und politischen Bedingungen zu reflektieren und daraus gedankliche und praktische Schlussfolgerungen für die eigene Gegenwart ( immer wieder!) zu ziehen.

Denn natürlich ist die hilflose und manchmal aggressive Haltung gegenüber den Gefangenen ( In Celle wurden im März 1945 Hitlerjungen und Jäger ausgeschickt, um die aus den zerbombten Bahnwaggons geflohenen Häftlinge wie die Hasen zu jagen und zu erschießen, das gleiche in den Dörfern der Altmark im April 1945) eine unmittelbare Reaktion auf geglaubte Gefahr und Gefährlichkeit. Es waren immer nur wenige, die sich anders verhielten und halfen oder versteckten.


B) Politisches Erinnern und Nachdenken

Man sollte erwarten, dass sich die deutschen Menschen, die Gleichgültigen und Mitläufer, nach 1945 überlegt hätten, wie sie verhindern könnten, jemals selbst wieder in eine solche Situation zu kommen.

Das wiederum hätte dazu geführt, sich über die politischen, moralischen und institutionellen Gründe für das grandiose Versagen der deutschen Politik zu interessieren. Sie haben es in ihrer großen Mehrheit nicht getan.

Die deutschen Eliten im Westen taten so, als ob sie im Kern doch recht hatten mit ihrem Engagement oder der Nutznießung des NS- Regimes. Der Kalte Krieg machte es möglich, die Einstellung gegen den Kommunismus mit den Vernichtungstaten gegen die Osteuropäischen Völker und den Krieg in Übereinstimmung zu bringen.

Diejenigen, die bereits vor 1933 vor Hitler gewarnt hatten, nämlich die demokratische Arbeiterbewegung, aufgeklärte Kirchenmänner und Bürgerliche, waren auch nach 1945 nicht unmittelbar mehrheitsfähig. Vielfach waren ihre fähigsten Leute tot oder zermürbt.

In der Sowjetzone und der späteren DDR fand eine Aufarbeitung deswegen schon nicht statt, weil das neue Regime mit der Sowjetunion im Hintergrund einfach behauptete, sie stünden auf der besseren Seite der Geschichte und brauchten keine weiteren Diskussionen.

Das Nachdenken über die Zeit des Nationalsozialismus, seine Ursachen und Folgen, erforderte eine präzise Erforschung der politischen Umstände und der eigenen Überzeugungen.

Dies wäre eine spezifische politische Fähigkeit gewesen, die die meisten sich nicht zutrauten bzw. für die meisten eine Überforderung darstellte.

Man war es in Deutschland nicht gewohnt, mit Anstand politisch zu streiten.

Ungelöste soziale Fragen, hohe Arbeitslosigkeit, das Trauma des verlorenen 1. Weltkrieges mit dem Versailler Schuldspruch, der wirksame Antisemitismus mit seinen unterschiedlichen historischen Tiefendimensionen und viele Vorurteile gegen die Weimarar Republik schufen ein Gemisch von unklaren Gedanken und radikalisierten Auffassungen.

Der Nationalsozialismus war eine Ideologie, die verschiedene Einstellungen bediente. Leider wurde sie nicht ausreichend befragt auf ihre unmenmschlichen Implikationen.

Denn man hätte wissen können, weil es zu hören und zu lesen war, dass im Heilsversprechen für die Deutschen die Verachtung und die Unterdrückung anderer Völker, anderer sozialer Schichten und anderer Religion steckte.

Der nationale Egoismus als Erlösung von sozialer Bedrückung und kulturellem Übermut ( man kam sich ja so überlegen vor gegenüber den verschlagenen Juden, den ungehobelten Negern, den nicht wirtschaften könnenden Polen, den minderwertigen Russen usw. !!) schloss immer die Unterdrückung anderer ein.

Es ist eine zivilisatorische Leistung gewesen, die sich aus der Aufklärung und aus den ethischen Grundsätzen des Christentums ( was nicht alle Kirchenvertreter erkannten) ergaben, Menschenrechte für alle zu fordern und danach zu streben.

Rassismus und Nationalismus im Gewand des Chauvinismus standen und stehen dem diametral entgegen. Die deutschen Eliten haben dies in ihrer Mehrheit nicht akzeptiert und deswegen die Demokratie wie einen schlechten Scherz über die Schulter geworfen, wie Thomas Mann es formulierte .

Politisches Nachdenken aus dieser Erinnerung beinhaltet aber noch etwas Anderes. Es gab immerhin Millionen, die auch trotz aller persönlichen Kalamitäten spürten und gesehen haben, dass Hitler in den Krieg führen wird mit allem, was dies bedeutet. Und sie haben ihn auch 1932 und 1933 nicht gewählt.

Es gibt offenbar unter den Menschen auch eine Möglichkeit, das Unmenschliche, das politisch Verderbliche frühzeitig zu erkennen. Man muss dafür keine ausgeklügelten Theorien bemühen.

Und nicht einmal die Kanzlerschaft Adolf Hitlers war durch Mehrheitsentscheidung bei Parlamentswahlen errungen worden.

Von den konservativen Eliten unter Instrumentalisierung von Hindenburg ist Hitler die Macht übertragen worden. Es ist daher eine von Goebbels vorgenommene sprachliche Verschleierung, wenn man von "Machtergreifung" spricht. Gedankenlos wird es bis heute nachgeplappert. Sie lenkt an von den Verantwortlichen, bevor das Unglück begann.

Es war eine Machtübertragung.

Dass diese Herrschaften selbst als betrogene Betrüger endeten, mindert nicht ihre ursprüngliche Verantwortung für diesen schändlichen Vorgang.

Die ersten KZ für politisch Gefangene wurden schon im Frühjahr 1933 eingerichtet.

Was mit Dachau und Esterwegen 1933 begann, endete 1944/45 in Niedersachsen mit Engerhafe und Bergen- Belsen.

Dies sind keine trockenen historischen Daten.

Sie sind noch für viele Erinnerung.

Aber die Zeitzeugen sterben in den nächsten Jahren. Es bleibt die Aufgabe zu verhindern, dass ihr Tod auch das Ende der Erinnerung überhaupt wird. Dann hätten die Verdränger von einst doch noch recht bekommen.

Denn wir, die wir darüber nachdenken, haben die Verpflichtung, dass die Ergebnisse dieses Nachdenkens aus dem individuellen Gedächtnis der Einzelnen ins kollektive Gedächtnis unseres Volkes übergehen und verankert bleiben.

Dazu gehören ein paar ganz einfache Dinge, wie z. B. solche Veranstaltungen wie die heutige, das Engagement der Schulen und Hochschulen, das vernünftige Gespräch über Demokratie und Respekt gegenüber anderen Menschen, der Wille, das Argument zu suchen und nicht die Gewalt.

Dazu gehört aber auch der tägliche Widerspruch gegen die verächtlichen Haltungen gegenüber Wahlen und Parteien.

Man kann seine eigene Zeit immer nur verstehen, wenn man ihre Vorgeschichte kennt. Und wir Deutschen können unsere Rolle heute in unserem Staat und in der Welt nur angemessen begreifen, wenn wir die Bilder deutlich vor Augen haben, die wir nicht wieder sehen wollen: Unterdrückung, Verachtung und Ermordung anderer Menschen, Fanatismus jeglicher Art und Kriege.

Wir können durch Nachdenken aus der Erinnerung lernen, dass wir auf uns zu achten haben.

Das ist auch die Aufgabe der Generationen, die mit den Geschehnissen nichts mehr zu tun haben können.

Sie bleiben Angehörige eines Volkes, aus dem die Täter kamen.

Deswegen ist die Erinnerung mit der doppelten Lehre behaftet: dem Mitleid mit den Opfern und dem Willen, nie wieder Täter erwachsen zu lassen.

In Engerhafe erinnern daran die 188 Namen der toten KZ- Häftlinge, in ganz Niedersachsen mehr als 250 000 Kriegstote auf 1369 Kriegsgräberstätten.

Sie bleiben auf Dauer bestehen.

Und deswegen ist es wichtig zu wissen, dass diese Grabanlage auf dem Engerhafer Friedhof, auf dem außer den französischen und holländischen Toten, deren Überreste in die Heimat überführt worden sind, mehr als 100 Tote anderer Länder liegen, eine Kriegsgräberstätte nach dem Gräbergesetz ist, das wiederum auf der Genfer Konvention beruht. Es wäre also die nächste Aufgabe, nach der Identifizierung der Toten und deren individueller Grablage den Antrag auf Anerkennung einer Kriegsgräberstätte zu stellen. Es wäre die 1370 in Niedersachsen.


Prof. Rolf Wernstedt
Vorsitzender des Landesverbandes Niedersachsen
Des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V.


 

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